27. März 2016. Ein Datum, das sich tief in mein Leben eingebrannt hat. Ostersonntag. Ein Tag, den viele mit Familie, Freude und Osterbräuchen verbinden. Doch für mich wurde er mit einem Hirnabszess zum Wendepunkt.
27. März 2016. Ein Datum, das sich tief in mein Leben eingebrannt hat. Ostersonntag. Ein Tag, den viele mit Familie, Freude und Osterbräuchen verbinden. Doch für mich wurde er mit einem Hirnabszess zum Wendepunkt.
Neun Jahre sind vergangen – 3.240 Tage, um genau zu sein. Eine Zeit voller Herausforderungen, voller Wandel. Seit meiner Diagnose Hirnabszess hat sich mein Leben grundlegend verändert. Ich musste mich neu finden, meine Identität immer wieder hinterfragen.
Das Leben ist ein Abenteuer, egal wo ich mich gerade befinde. Ob ich durch Wälder und Berge pilgere oder mich den Herausforderungen meines Alltags stelle – es ist immer ein Weg, den ich gehe. Und so wie ich mich auf Pilgerwegen Schritt für Schritt vorantaste, gehe ich auch meinen Alltag. Nicht immer perfekt, oft mit Umwegen, aber immer mit der Überzeugung, dass jeder Schritt zählt.
Für die YouTube Serie, "Menschen im Porträt", von Markus Leyacker Schatzl, habe ich mich letztes Jahr bereit erklärt, vor die Kamera zu treten.
Der Camino Portugiese, den ich bereits im März absolvierte, hat eine Menge Herausforderungen für mich bereitgehalten, besonders auch danach.
Draußen zu sein, ist mir seit dem Hirnabszess ein großes Bedürfnis geworden. Gehe ich nicht in die Natur, funktioniere ich nicht. Es macht allerdings einen großen Unterschied, wohin ich gehe?
Am Camino Frances spüre ich immer wieder ein besonderes Lebensgefühl, immerhin hilft er mir seit Jahren, wieder mehr ins Leben zu kommen. Er wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.
Hochsensibilität kann ein Fluch und Seegen sein. Der Hirnabszess hat es dahin verändert, dass alle Filter im Gehirn geöffnet wurden, die uns normalerweise vor diesem zu viel an Eindrücken schützen. Nun lerne ich seit sechs Jahren, das in den Griff zu bekommen. Dieses zu viel an Empathie muss ich erst einmal in den Griff bekommen.
Das wird der dritte Teil meiner Reiseerzählung vom Camino France 2022, der diesmal nicht so verlaufen ist, wie ich es mir gewünscht hätte.
Camino Frances der Dritte - die beste Rehabilitation, März 2022! Nach dem Rückschlag mit dem Nierenstein, musste ich das Gehen mit der Tiefensensibilität und die Kraft dazu, neu aufbauen. Mein dritter Camino France Start rückte damit in weite Ferne. Am Ende blieben mir nur eine Woche, um es vielleicht doch noch zu schaffen. Andererseits wusste […]